Veranstaltungen

Don’t forget to play – Kreatives Schreiben für Übersetzende
mit Beate Schäfer
Donnerstag, 22. April 2021, 20 Uhr, ONLINE
interne Veranstaltung, nur für Mitglieder

Beate Schäfer schreibt dazu: „Freude am Sprachspiel, Fabulierlust, Mut und Übermut, ein freier und entspannter Sinn – neben allem, was wir mit unseren klugen und geschulten Köpfen so treiben, ist auch das Spielerisch-Leichte ein befruchtender Boden fürs Übersetzen.

Das kreative Schreiben hält Anregungen, Übungen und Spiele bereit, die Leichtigkeit hervorlocken und vertiefen können und mit ein bisschen Glück Blockaden, Selbstzweifel und Verkrampfungen verscheuchen. Ein paar solcher Spiele, die mir fürs Übersetzen besonders erhellend und produktiv erscheinen, möchte ich vorstellen und mit euch ausprobieren.

Im automatischen Schreiben Zensoren und Antreiber verscheuchen, durch Elfchen einen neuen Blick auf unser aktuelles Übersetzungsprojekt gewinnen, in inneren Monologen Figurenstimmen frei erfinden oder ohne Textvorgabe tief in markante Stilwelten tauchen – im Mittelpunkt steht das Gestalten ohne vorgegebenes Geländer, wobei Spielregeln der Kreativität Halt geben und Impulse setzen. Es geht also erstens darum, eine Haltung zu vertiefen, die unsere Intuition und das Vergnügen an unserer Arbeit stärkt, und zweitens um das Austesten, was in diesem Modus möglich ist.

Ich bin gespannt, wie viel Workshop-Charakter und Spielfreude wir im Online-Format zusammen hinkriegen. Damit wir halbwegs gute Bedingungen dafür haben, sollte die Runde nicht zu groß werden, die Zahl der Teilnehmenden ist daher auf 25 beschränkt.“

Auch für diese Veranstaltung bitten wir wieder um rechtzeitige verbindliche Anmeldung bei tanja.handels@muef.de, damit wir euch den Zugangslink schicken können. Sollte die Anmeldungszahl die Zahl der freien Plätze übersteigen, werden wir eine Warteliste einrichten.


So tickt Englisch, so tickt Deutsch – Futter für die Intuition
mit Christiane Buchner
Donnerstag, 18. März 2021, 20 Uhr, ONLINE
interne Veranstaltung, nur für Mitglieder

Christiane Buchner schreibt dazu: „Wollen wir einen literarischen Text in seiner stilistischen Wirkung nachgestalten, so setzen wir oft ganz andere strukturelle Mittel als in der Ausgangssprache ein. Denn, wie Ezra Pound einmal schrieb, „eine Sprache kann durchaus nachmachen, was die andere tut, es ist jedoch nicht immer der bessere und schnellere Weg, dabei stets genau die gleichen Pfade einzuschlagen.“ (Dank an Susanne Lange für dieses Zitat nebst Übersetzung!) Wir tun dies meist intuitiv, aber unsere Intuition freut sich, wenn sie zwischendurch mit Fakten gefüttert wird.

Nach meiner Erfahrung sind die Auseinandersetzung mit dem literarischen Ton und die Beschäftigung mit den Eigenheiten der beiden relevanten Sprachen die beste Nahrung für die übersetzerische Intuition. Ich möchte deshalb einen Überblick über die wichtigsten übersetzungsrelevanten Unterschiede zwischen der englischen und der deutschen Sprache geben – und vorstellen, wie preisgekrönte Englischübersetzer*innen damit umgehen. Jeweils anhand eines Beispielsatzes soll deutlich werden, wo die Sprachen unterschiedlich ticken und was dies für eine wirkungsäquivalente Übersetzung bedeutet hat.

Übersetzer*innen aus anderen Sprachen können dieses Modell – hoffentlich – auf ihre Ausgangssprachen übertragen. In jedem Fall schult die kontrastive Arbeit auch das deutsche Sprachgefühl: Nicht nur lernen wir einzuschätzen, wie konventionell, originell oder experimentell ein Ausdruck, ein Satz, der ganze Text im Original sind, wir sehen auch, wie sich konventionelle, originelle und experimentelle Formulierungen im Deutschen bilden lassen – ohne einfach die anderssprachigen Strukturen nachzuahmen.“

Auch für diese Veranstaltung bitten wir um rechtzeitige verbindliche Anmeldung, damit wir euch den Zugangslink schicken können: bis spätestens 17. März 2021 bei tanja.handels@muef.de.


25. Ordentliche Mitgliederversammlung des MÜF e.V.
Mittwoch, 24. Februar 2021, 20 Uhr, ONLINE
Interne Veranstaltung, nur für Mitglieder.
Zugangsinformationen zum Zoom-Meeting im Rundbrief.


Praktische Übersetzungswerkstatt
mit Ursula Wulfekamp
Donnerstag, 21. Januar 2021, 20:00 Uhr, ONLINE
interne Veranstaltung nur für MÜF-Mitglieder

Da man sich im Kolleg*innenkreis aktuell ja kaum sehen und austauschen kann, möchten wir im Januar ein Forum bieten, in dem wir uns wieder einmal gemeinsam über aktuelle Übersetzungsprobleme beugen. Renitente Satzungetüme, knifflige Wortspiele oder Tonfindungsschwierigkeiten – alles, was euch gerade übersetzerisch auf den Nägeln brennt, ist an diesem Abend willkommen, gerne auch aus anderen Sprachen als dem Englischen.

Schickt eure Anmeldung mitsamt euren schwierigen Textstellen (bitte immer Übersetzung und Original!) einfach bis zum 17. Januar 2021 an tanja.handels@muef.de. Die eingereichten Probleme werden dann rechtzeitig vor der Veranstaltung an alle Teilnehmenden verschickt, ebenso wie der Zugangslink zum Zoom-Meeting.



VERANSTALTUNGEN DER VERGANGENEN JAHRE:
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